Schwarz und Grau scheinen die bevorzugte Farbe in Gars zu sein!

Während beim Bau der Einrichtung für das Betreute Wohnen in Gars alles unternommen wurde um einen Nussbaum an der Grundstücksgrenze zu erhalten, muss dieser nun den bevorstehenden Straßenbauarbeiten weichen und dies obwohl zu seinen Füßen bereits eine geteerte Straße verlaufen war, die ganz offensichtlich keinen Schaden durch das benachbarte Naturbauwerk genommen hatte.

Ein vom Bündnis 90 / die Grünen eilig organisierter Protest, man hatte erst am Tag zuvor von den Rodungsarbeiten erfahren, hatte, wie kann es auch anders sein, dem Baum nur eine kurze Schonfrist von ein paar Stunden verschafft. Dann setzten sich die Liebhaber von, Beton und Teer gezogener, gerader Linien durch und rückten dem Baum mit schwerem Gerät zu Leibe.

Kaum einen Wimpernschlag später war das, was die Natur über Jahrzehnte geschaffen hatte, dem Erdboden gleich gemacht. Nun gibt es keine Nüsse mehr, Eichkätzchen die sich von diesen einen Wintervorrat anlegten, werden nicht mehr zu beobachten sein.

Man kann nun geteilter Meinung sein ob von dem Baum, um den sich in den letzten rund 40 Jahren ein Wohngebiet entwickelt hat, eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgegangen wäre. Rückblickend kann man jedoch festhalten, dass dieser noch nie Anlass zur Sorge gegeben hat. Ob ein regelmäßiges Zurückschneiden von Ästen, die über die Fahrbahn reichten, ausreichend gewesen wäre, kann man nun nur noch vermuten.

Wohlan, wieder ein Sieg des Lineals über die Natur!

4 Kommentare

  1. Hallo Herr Wimmer,
    vielen Dank für den hochwertigen Artikel! Er trifft’s auf den Punkt, teilt unsere Meinung genau und spiegelt vor allem die Stimmungslage der Anwohner und der Passanten von heute wider, mit denen wir ins Gespräch gekommen sind. Auch wenn das Ergebnis heute sehr traurig war, haben die Themen Naturschutz und auch Mitsprache der Bevölkerung heute – denke ich – Fahrt aufgenommen.
    Ich ende mit einem Zitat eines unserer Grünenmitglieder: „Das war der letzte Akt der alten Denkweise. Demnächst wird so etwas nicht mehr so leicht möglich sein!“
    In diesem Sinne: Warten wir die Ergebnisse am Sonntag ab.

    Viele Grüße
    Joachim Kraus
    Sprecher des Ortsverbands Gars/Unterreit
    Bündnis90/Die Grünen

  2. Ja, da fragt man sich schon, warum jemand diesen gesunden Baum einfach mal so absägen läßt ??
    Na ja, hoffentlich können in Zukunft solche sinnlose, dummen „Baumfäll Aktionen“ verhindert werden.

  3. Die Aktion von gestern zeigt mal wieder, dass kein Interesse auf Seiten des Bürgermeisters und des Gemeinderates besteht, die Bürger im Vorfeld mit in die Planung einzubeziehen.
    Man glaubt wohl Gars würde aus lauter unmündigen Bürgern bestehen, die alles über sich ergehen lassen.
    Man hätte die St. Ulrichstraße auch so gestalten können, dass der Baum mit in die Planung einbezogen wird, da es keine Durchgangstrasse ist, in der viel Verkehr herrscht.
    Eine verkehrsberuhigte Straße oder Spielstraße hätte den Vorteil, dass die Autos langsamer unterwegs sind und mehr Sicherheit für Kinder und den älteren Personen, die im Seniorenheim wohnen gegeben wäre. Die Hecke auf dem nachfolgenden Grundstück könnte auch bestehen bleiben, in der sich sehr viele Vögel und Kleintiere aufhalten.
    Nach solchen Aktionen werden dann Ausgleichspflanzungen versprochen, die den entstandenen Schaden wieder gut machen sollen. Ein 40-50 – jähriger Baum ist aber auch erst wieder nach 40 Jahren ausgeglichen, da er halt einfach im Ökosystem fehlt.
    Ich wünsche mir für die Zukunft, dass der neue Bürgermeister mit seinem Team nicht mehr auf diese Art und Weise agiert.

    Grüße
    Ullmann Werner
    Grüne Liste Gars

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    Ferdinand Wimmer
    Seitenredakteur

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