Garser Zukunft ohne Perspektiven

Futterstelle oder Jugendtreff?

Während anderenorts Jugendzentren oder geeignete Räumlichkeiten, zumindest aber der Jugend zugewandte Gaststätten vorhanden sind, bleibt die Garser Jugend, wie ein geprügelter Hund, bei Wind und Wetter auf der Straße!

Gars – während viel Geld in die dringend notwendige Sanierung der Mittelschule fließen wird und mindestens 2,8 Mio. Euro für die Erweiterung des Kinderhauses  in naher Zukunft zu stemmen sein werden, bleibt die Jugend in Gars ohne jede Perspektive, sitzt bei Wind und Wetter auf der Straße und wird von dort nicht selten wie ein räudiger Hund vertrieben.

Ein vor Jahren von der Gemeinde ins Leben gerufener „Jugendtreff“, den man natürlich weit ausgesiedelt zwischen Gars und Gars Bahnhof installiert hat, erfüllt auf den ersten Blick mehr die Ansprüche für eine Wildfutterstelle, als das diese Einrichtung für Jugendliche auch nur ansatzweise von Interesse ein könnte. „Wir wollen doch nur einen Platz an dem wir chillen und auch mal unsere Muke hören können!“ berichtet die Jugend im Gespräch mit Gars online „Kaum sind wir heute ein paar Minuten an einem Ort versammelt, werden wir meist schreiend und drohend vertrieben!“ berichten sie weiter.

Natürlich und das gestehen die Jugendlichen auch ein, ist es nicht immer leise und natürlich kommt der Eine oder Andere auch mal auf die Idee Blödsinn zu machen. Bisher aber blieb alles im Rahmen und außer hinterlassenen Schmutz hielt sich der Schaden in Grenzen. Beim aktuellen Treffpunkt, vor dem Rathaus von Seiten der Augustinerstraße her, verstehen die Jugendlichen, dass die Gemeinde natürlich ein gepflegtes Äußeres bewahren möchte und da so mancher Unrat eben nicht ins Konzept passt. Auf diesen Treffpunkt zu verzichten ist aber, mangels Alternativen, unmöglich und ja, wir schreiben hier von der Jugend, die in absehbarer Zeit die Geschicke der Gemeinde lenken und dann hoffentlich ein offenes Ohr für die künftige Jugend haben wird.

Dabei scheinen Lösungen durchaus möglich zu sein und die dabei entstehenden Kosten mehr als nur überschaubar. Sofort hatte Otto Schwarzenbeck, von der Firma Schwarzenbeck & Co GmbH, ein offenes Ohr für die Problematik, als er im Rahmen der Recherchen vom OVB auf die Problematik angesprochen wurde. Rund € 7.000,– würde ein Container kosten, der dann natürlich noch mit Inventar und Heizung ausgestattet werden müsste. Für rund € 1.200,– im Jahr wäre es möglich auch die Toilettenproblematik zu lösen, was dann noch anfallen würde wären ggf. Stromkosten. Auch einen möglichen Aufstellort kann er sich gut vorstellen, der zentral im Ort aber doch so abseits gelegen ist, dass die Jugendlichen durchaus, mit ein wenig Vernunft versteht sich, ungehindert ihre Treffen abhalten könnten. Vielleicht gäbe es auch die Möglichkeit einen Raum zur Verfügung zu stellen, dies müsse aber erst geklärt werden, wie auch die Containerlösung vorab nur eine noch zu klärende Idee sein kann. Vielleicht aber finden sich auf Grund dieses Berichts Bürger oder Betriebe in der Gemeinde, die eine Räumlichkeit für die Jugend zur Verfügung stellen könnten. Den Jugendlichen ist klar, dass dies nicht ganz ohne Regeln realisierbar ist und ihnen neben entgegengebrachten Vertrauen auch gehörig Verantwortungsbewusstsein abverlangt werden würde. „Alles muss im Rahmen ablaufen, es darf zu keinen gravierenden Zwischenfällen kommen!“ entgegen die Jugendlichen im Gespräch, mit dem Vorschlag erstmals konfrontiert, Gars online.

4 Kommentare

  1. Jetzt möchte ich mich mal als Anwohner DER Augustinerstraße zu Wort melden. Es ist besser als in den letzten Jahren, vor allem was die Lärmbelästigung betrifft. Und ich finde es einfach schwierig für uns Anwohner mit teilweise kleinen Kindern wenn nach 22 Uhr noch extrem laute Musik läuft bzw rum gegrölt wird. Aber wie gesagt, das hat sich deutlich gebessert.
    Absolutes Unverständnis habe ich aber für das gestrige Verhalten einiger Jugendlichen… Da wird Fußball auf der Straße gespielt ohne auf die parkenden Autos zu achten. Der Höhepunkt war dann, als Jugendliche über das Regenrohr der Gemeinde auf das Vordach geklettert sind. Sorry, ich habe wirklich Verständnis für die Belange der Jugendlichen, aber ich erwarte im Gegenzug auch entsprechendes Verhalten.

  2. Ihr wisst schon, dass es in Gars eine KLJB gibt.
    Das ust sogar die mit weit und breit den schönsten Räumlichkeiten. Schade, dass man sich so wenig für die Jugendarbeit in Gars interessiert.

  3. Hallo zusammen
    Die Mitglieder der kljb Gars (Landjugend) haben mich stellvertretend gebeten hier zu kommentieren.
    Sie waren recht entsetzt über eure Artikel, weil wir nicht erwähnt wurden und händeringend neue Mitglieder suchen.
    Haben ne Bar, zwei Klos, a Küche, couche und ein Dach anzubieten.

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