Ein Zeichen für das Lesen

Armin Irlbeck, Pater Urlich Bednara und 1. Bürgermeister Norbert Strahllechner mit dem Büchereiteam

Jährlich 50 Kommunen werden vom Bayernwerk, in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek – Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekenwesen und dem Sankt Michaelsbund, mit dem „Lesezeichen“ ausgezeichnet. Zum 100 jährigen Bestehen der Gemeindebücherei Gars eine ganz besondere Anerkennung.

Gars, verwundert blickten einige Büchereibesucher am vergangenen Donnerstag, als sie nicht nur auf die engagierten Damen der Bücherei, sondern auch auf Pater Ulrich Bednara und den 1. Bürgermeister Nobert Strahllechner trafen. Anlass für einen liebevoll vorbereiteten kleinen Imbiss, die Anwesenheit des gesamten Büchereiteams und den genannten Honoratioren, war der Besuch von Armin Irlbeck, einem Vertreter der Bayernwerke, der das mit 1.000 Euro dotierte „Lesezeichen“, in Anerkennung der hervorstechenden Leistungen der Garser Bücherei, überreichte.

„Die Bücherei Gars trägt mit ihrer Arbeit zur Förderung des Lesens bei. Gerade im Zeitalter der Digitalisierung ist es wichtig, junge Menschen fürs Lesen zu begeistern“ unterstrich Armin Irlbeck bei der Übergabe an die Leiterin der Bücherei Gabi Trautbeck – Bacher, an derer Seite für den kirchlichen Kostenträger Pater Ulrich Bednara und als kommunaler Kostenträger der 1. Bürgermeister Norbert Strahllechner, dem kleinen Festakt beiwohnten.

Zweckgebunden für den Kauf neuer Bücher und Medien hat das Büchereiteam bereits einige Titel auf der Agenda, die mit dem Preisgeld angeschafft werden. „Stets aktuelle Titel bereitzustellen ist eine unabdingbare Herausforderung“ erklärt Gabi Trautbeck – Bacher, „nur so gelingt es die Zahl der Büchereinutzer zu halten, ja sogar stetig ein wenig ausbauen zu können!“

Worte denen sich der 1. Bürgermeister, Norbert Strahllechner, gerne anschloss und neben seinem Dank an das Ausschusskomitee Gars bedacht zu haben, auch einen ganz speziellen Dank an die Damen der Bücherei richtete, ohne deren pflichtbewusste und weitsichtige Arbeit es wohl kaum zu dieser grandiosen Auszeichnung gekommen wäre. Auch Pater Ulrich Bednara pflichtet dem bei und unterstreicht die immer gute und enge Zusammenarbeit mit dem Büchereiteam „Eine Bereicherung für die Gemeinde. Die Fähigkeit zu lesen und sich dadurch komplexe Sachverhalte zu erschließen, ist grundlegend für die Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen!“ womit er den Leitgedanken der Bücherei auf den Punkt brachte.

Um ein „Lesezeichen“ können sich ausschließlich öffentliche Bibliotheken und Büchereien in kommunaler oder kirchlicher Trägerschaft in Städten und Gemeinden bis 100.000 Einwohner bewerben. Für dieses Jahr stehen die Preisträger bereits fest, ab 2020 aber können sich genannte Einrichtungen wieder für das „Lesezeichen“ bewerben. „Mit jährlich 50 Preisträgern ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch mit dem Lesezeichen ausgezeichnet zu werden“ erklärt Armin Irlbeck, „dennoch handelt es sich nicht um einen Massenpreis, sondern um eine Anerkennung für das besondere Engagement der Preisträger!“

Als besondere Leistung hob Armin Irlbeck die nachhaltigen Anstrengungen der Bücherei hervor, mit immer neuen Ideen, Kinder Freund am Lesen zu vermitteln. „Damit haben sie sich den Preis mehr als verdient!“

Aber auch wenn besonderes Engagement, wie hier in Gars, gerne gewürdigt wird: Die Chancen auf einen Gewinn ist beim „Lesezeichen“ des Bayernwerks mit jährlich 50 Preisträgern relativ hoch. Wer es nicht geschafft hat, kann sich erneut in der nächsten Runde (2020) bewerben.

Seit vielen Jahren setzt sich das Bayernwerk mit zahlreichen Aktionen für die Leseförderung bei Kindern und Jugendlichen in ganz Bayern ein. Darunter das Lesezeichen sowie der Kinderbibliothekenpreis, bei dem jährlich fünf Kinderbibliotheken ein Preisgeld von jeweils 5.000 Euro erhalten. Außerdem unterstützt das Energieunternehmen den Paul Maar – Preis der Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, der seit 2018 im Rahmen des Kinderbibliothekspreises zum 10. Mal vergeben wird. Insgesamt belaufen sich die jährlichen Förderungen von Büchereien durch das Bayernwerk auf 77.500 Euro.

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