Ein Stück Garser Geschichte weicht einer modernen Zukunft!

Für Schreiner, Elektriker, Schlosser und einige Berufe mehr, wurden in den Klosterwerkstätten über Jahrzehnte hinweg erfolgreich die Weichen gestellt. Selbst eine Ausbildung zum Landwirt wurde in der heute verpachteten Ökonomie des Klosters ermöglicht.

Gars, lange schon sind die Zeiten vorbei zu denen nicht selten wohl auch verschlafene Gesichter über den Hof in die Werkstätten huschten. In einer Zeit, in der Mobilität nicht so selbstverständlich wie heute war, waren es die Klosterwerkstätten die der Jugend aus dem Umland eine Ausbildung ermöglichte,  in Werkstätten in denen damals bereits auch benachteiligte Jugendliche eine Ausbildung genossen und erfolgreich an das Berufsleben herangeführt wurden.

Seit einigen Tagen sind es Bagger und vielleicht das eine oder andere mal auch noch verschlafen dreiblickende Bauarbeiter, die sich auf dem Hof tummeln, die alten Werkstätten werden Stück für Stück abgerissen und weichen dem bevorstehenden Neubau für das Gymnasium Gars.

Wo früher Bagger in wenigen Stunden / Tagen alles dem Erdboden gleich gemacht hätten ist heute natürlich Nachhaltigkeit gefragt, recyclebare Stoffe und Materialien sind vom Restschutt zu trennen, also keine Arbeit die man mal so eben im Vorbeigehen erledigen kann und bei der von den Fachkräften ein verantwortungsvoller Umgang gefordert ist.

Auch wenn der Zeitaufwand deutlich gestiegen ist und sich einige Garser fragen was da so lange dauern kann, weichen die alten Hallen Stück um Stück, jedoch nicht um Spekulanten möglichst hohe Gewinne zu ermöglichen, sondern um auch weiterhin einen Bildungsauftrag, angepasst an die modernen Bedürfnisse, zu erfüllen. Zweifelsfrei ein Bauwerk in der Entstehung, welches schon bald aus der Garser Geschichte nicht mehr wegzudenken sein wird.

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