Der Krug geht so lange zum Brunnen…

… bis er bricht!

In Gars sind nun rund um das Kloster und Gymnasium die Scherben des Kruges anhand einer neuen Beschilderung deutlich zu erkennen, die Beschilderung weist schlicht darauf hin: „Für Hunde verboten!“ 

Seit Jahrzehnten sind die Vierbeiner immer wieder rund um das Kloster in Gars zu sehen und in den ganzen Jahren gab es nie wirklich eine Veranlassung über ein Verbot nachzudenken. Klar, immer wieder mal keimte Ärger auf weil man so manche Hinterlassenschaft auf damals schon vorgefunden hat, in Zeiten von kostenlosen Tüten und hinreichend installierten Tonnen für dann gefüllte Tüten sollte dies eigentlich kein Thema mehr sein … eigentlich. 

Von jeher gab es das ungeschriebene Gesetz während der Schulzeit mit den Vierbeinern dem Schulgelände fern zu bleiben, wie es auch stets tabu war die Hunde auf dem Sportplatz toben oder graben zu lassen. Das war wohl mal, dieses „Gesetz“ wurde nachhaltig immer wieder gebrochen, so fand man nun nicht nur immer wieder tierische Hinterlassenschaften rund um die Obstbäume des Klosters, nein, diese waren auch auf dem Sportplatz und nicht nur einmal auch in der für den Weitsprung gedachten Sandkiste zu finden. Das an sich würde schon ausreichen über das nun ausgesprochene Verbot nachzudenken, on Top kommt aber noch hinzu, dass es in der jüngsten Vergangenheit zwei durch einen Hund verletzte Schulkinder gab. 

Wie naiv also muss man als Hundehalter und der Verfasser ist selber einer, sein um zu glauben, dass ein solches Verhalten und so untragbare Vorfälle nicht binnen kürzester Zeit zu unweigerlichen Maßnahmen führen?

Die Schulleitung hat selbstverständlich für die Sicherheit ihrer Schutzbefohlenen, also für die Schülerinnen und Schüler, Sorge zu tragen!

Hier mangelt es ganz offensichtlich nicht an der Erziehung der Hunde, es sind die Besitzer denen man an dieser Stelle mangelnde Fähigkeiten einen Hund zu halten unterstellen darf, ja, sogar muss. 

Alle Hundebesitzer werden mehr und mehr in die Notlage gepresst mit dem Ehrenkodex Hundebesitzer, deren Hunde auffällig geworden sind, nicht namentlich zu nennen zu brechen, den ja, ein paar Wege bietet Gars noch auf denen man mit Hunden die Natur genießen darf. Bleibt nur die Frage wann auch hier entsprechende Maßnahmen getroffen werden müssen um sich vor Hinterlassenschaften nachhaltig zu schützen und, was einen deutlich höheren Stellenwert besitzt, unsere Kinder und Jugendlichen, aber auch jeden Spaziergänger und Passanten schlecht hin, vor möglichen Übergriffen durch Hunde zu schützen. 

Es mag schwerfallen sich als Hundebesitzer selber eingestehen zu müssen, dass man ggf. mit dem eigenen Vierbeiner überfordert ist und sich zumindest Hilfe holen muss. Es fällt jedoch ganz bestimmt deutlich schwerer einer Mutter in die Augen sehen zu müssen, deren Kind von einem Hund entstellt in einer Klinik auf eine hoffentlich vollkommene Genesung hofft. 

Dafür gibt es kein Verständnis und dafür darf es auch keinen „Kodex“ geben der solche Hundebesitzer vor den Konsequenzen schützt. 

Ich zumindest lasse mir die tollen Stunden mit meiner besten Freundin nicht verbieten und kann nur an die Vernunft eines jeden Hundehalter appellieren und sei es nur die Vernunft künftig geschlossen gegen ein so unmögliches Verhalten aufzutreten. 

Hilfe gibt es für betroffenen Hundehalter mehr als genug und wenn der eigene Hunde vorübergehend oder dauerhaft einen Maulkorb tragen muss, wiegt diese Maßnahme immer noch deutlich geringer als ein ganzes Leben lang sichtbare Narben im Gesicht und der Seele tragen zu müssen. 

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