Beim Blick zurück kommt Wehmut auf

Ein Unternehmen ab den ersten Stunden des Garser Volksfestes, die Schaustellerfamilie Rilke, zieht Resümee und baut letztmalig in Gars die Geschäfte ab!

Auf eine ganz besondere Art ist die Schaustellerfamilie Rilke mit Gars verbunden, Gabi Rilke, die heute die Geschicke des Traditionsunternehmens leitet, erinnert sich gern an ihre Schulzeit in Gars, hat keinen der zahlreichen Schulkammeraden vergessen und schwärmt noch immer vom legendären Leberkäse der damaligen Metzgerei Maier, den der Inhaber den Schaustellern mindestens einmal in der Festwoche spendierte.

„Die Zeiten ändern sich und leider nicht immer zum Guten“, Wehmut klingt in ihrer Stimme mit als Gabi nun gegenüber dem OVB ganz offiziell mitteilt künftig nicht mehr nach Gars zu kommen, womit das Volksfest ab 2020, nach Stand heute, ohne Schausteller auskommen muss. Federführend waren es die Rilkes, die Jahr für Jahr bemüht waren Attraktionen und gute Laune mit Fahrgeschäften, Losbuden, Schießständen und Süßwaren nach Gars zu bringen und nun, nach 53 Jahren, bleibt nur noch sich bei den Garsern zu bedanken, eine Träne zu verdrücken und in die Zukunft zu blicken.

„Schon in diesem Jahr war es eine reine Gefälligkeit für den 1. Bürgermeister nochmal nach Gars zu kommen“ erzählt Gabi Rilke. Deutlich nachlassende Umsätze, die nicht zuletzt auch auf die unglückliche Programmwahl der Festwirtfamilie zurückzuführen sind, machen es den Schaustellern unmöglich weiter an Gars festzuhalten, schon die letzten Jahre war man froh mit einem blauen Auge und ohne Verlust davon gekommen zu sein.

„Uns ist es wichtig die Gelegenheit zu nutzen um aus tiefsten Herzen Danke zu sagen!“ gesteht Gabi, die dabei mit Tonlage und Blick unmissverständlich zu verstehen gibt wie ernst und wichtig ihr dieser Dank ist. „Nie werden wir Gars vergessen und wer kann es schon sagen ob es nicht doch ein Wiedersehen geben wird, wenn ein familienfreundlicheres Konzept auch uns Schaustellern wieder Grund zur Hoffnung geben kann!“

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