19 jährige Erfolgsgeschichte erhielt Zuwachs

Keine hatte mit einer „Zweigstelle“ in Waldkraiburg gerechnet, heute ist sie Realität und rundet die 19 jährige Erfolgsgeschichte des Mittergarser Dorfladens ab.

 

Gars / Mittergars, den 09.05., ungewöhnlich schnell verlief der offizielle Teil zur Jahreshauptversammlung des Mittergarser Dorfladens, schnell aber nur deshalb, weil die Beiratsvorsitzende Irmgard Strauß einen durchwegs positiven Jahresbericht 2018 vorstellen konnte, bei dem auch die Prüfer Renate Grill und Max Voglmaier, nichts zu beanstanden hatten.

Aus der Not heraus in Mittergars keinen Nahversorger mehr zu haben, entschloss sich die Dorfgemeinschaft vor nunmehr gut 19 Jahren einen eigenen Dorfladen zu realisieren, zu dessen Gründung fast alle Haushalte in Mittergars Anteile zeichneten. Heute, 19 Jahre später, blickt der Laden erneut auf schwarze Zahlen aus dem Jahr 2018 zurück und überzeugte vor knapp 8 Monaten auch die Verantwortlichen des Adalbert Stifter Seniorenwohnheimes in Waldkraiburg mit dem Konzept des Ladens.

Zwar mit viel Aufwand, so berichtet Renate Grill, betreibt man dort nun eine „Zweigstelle“ des Dorfladens auf rund 14 m² und bietet den zum großen Teil sich selbst organisierenden Senioren alle Artikel des täglichen Bedarfs. Senioren, die zum Teil selber kochen und sich auch im Wohnheim liebevoll um die eigenen 4 Wände kümmern, finden in der Zweigstelle des Dorfladens, genau wie Senioren deren Pflegebedarf etwas höher ist, von Lebensmitteln über Hygienemittel bis hin zu Zeitschriften und Vielem mehr alles, was sie zum täglichen Leben benötigen. Waren die in Mittergars verladen, vom Team rund um den Dorfladen, nach Waldkraiburg verbracht werden. Nach kleineren Anfangsschwierigkeiten ist der Mittergarser Dorfladen heute auch dort eine nicht mehr wegzudenkende Einrichtung, so verwundert es nicht, dass sich die Senioren des Wohnheimes zu einem Besuch der „Hauptgeschäftsstelle“ angemeldet haben.

Über die Nahversorgung hinaus engagiert sich der Dorfladen auch in sozialen Projekten, die vordergründig der Jugend aus Mittergars gelten, aber selbst vor Landesgrenzen keinen Halt machen. Rund € 370,– konnte das Team 2018 dem Projekt „Bildung in Madagaskar“ zur Verfügung stellen, berichtete Renate Grill. In diesem Jahr will man dieses, auf den Bonusheften gründende, Engagement zugunsten des Adalbert Stifter Seniorenwohnheimes weiterführen, wird aber Madagaskar in der Folge nicht vergessen und weiter unterstützen.

Nicht viele Worte musste Max Voglmaier aufwenden um die einwandfreie Geschäftsführung des Ladens zu bescheinigen, alle in der Satzung verankerten Bestimmungen wurden eingehalten, die Kasse wurde ordnungsgemäß geführt und Anschaffungen jenseits der € 250,– Grenze dem Beirat, gemäß Satzung, vorgestellt. So viel sein Resümee nicht mit Hinsicht auf die wirtschaftliche Situation, sondern vielmehr auf die Unverzichtbarkeit des Dorfladens für die Dorfgemeinschaft aus.

Neu zu besetzen war bei der Hauptversammlung ein Beiratssitz, den diesmal Renate Grill turnusmäßig räumen musste. Keine schwere Aufgabe für den 1. Bgm. Norbert Strahllechner, der als Wahlleiter und später als „Glücksfee“ amtierte. Renate Grill stellte sich erneut zur Wahl und wurde, ohne das dies für Verwunderung gesorgt hätte, einstimmig erneut ins Amt gewählt.

Sein letzter Besuch als amtierender Bürgermeister bei der Hauptversammlung zu sein bekundete Norbert Strahllechner, der sich selbst als Auslaufmodell bezeichnete und so die Brücke zum Dorfladen schlug, den er als eine sehr wichtige und zukunftsträchtige Institution der Dorfgemeinschaft Mittergars bezeichnete, die nicht nur in der Gemeindeverwaltung höchste Anerkennung genieße.

In den gemütlichen Teil übergehend übernahm dieser die „Glücksfeerolle“ bei einer großen Tombola, zu der die Lieferanten des Dorfladens zahlreiche Sachpreise zur Verfügung gestellt hatten.

Eine durchwegs positive Bilanz also die das Unternehmen Dorfladen Mittergars den zahlreich erschienenen Gästen vorstellen konnte und ein gelungener Abend für die Dorfgemeinschaft und allen Interessierten, bei dem auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt war.

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